Carnevale dolcissimo!

Carnevale dolcissimo!

Im Februar zieht ein feiner Duft durch die römischen Gassen. Ich muss nur in die Luft schnuppern, um zu wissen, dass demnächst Karneval ist.

Carnevale romano bei Goethe

Goethe hat einen richtig tollen römischen Karneval erlebt. Mit einem spektakulären Umzug durch die Via del Corso, direkt vor seiner Haustüre entlang. Auf den Balkonen der Adelpaläste entlang der Prachtstrasse drängten sich schaulustige Menschen.  

Ein paar Tage lang war Rom erfüllt von bunten Farben, Lärm und ausgelassener Freude. Der Dichter beschreibt das Fest in seiner Italienischen Reise begeistert und bis ins kleinste Detail.

Von dieser Tradition ist praktisch nichts mehr übrig. Heute ist der Karneval vor allem ein Fest der Kinder, die sich mit Lust verkleiden und an den Wochenenden mit ihren Eltern über die römischen Plätze flanieren.

Knursprig, goldbraun, zuckersüß

Ich weiß nicht, welche Spezialitäten Goethe damals zu Fasching genoss – heute gehören in Rom auf jeden Fall Frappe dazu. Frappe sind rechteckig ausgeradelte Teigstreifen, die in heißem Fett frittiert und danach mit viel Puderzucker  bestäubt werden. Der Teig wurde früher mit Schmalz zubereitet, heute ist Butter oder Öl drin.

Wie im alten Rom

Angeblich gehen die Frappe auf die frictilia aus dem alten Rom zurück, die zum Saturnalienfest Ende Dezember zubereitet wurden. Auf dieses antike Saturnalienfest geht der carnevale romano zurück. Das merkt auch Goethe in seinen Beschreibungen an.

Frappe al forno

Für alle, die nicht ganz so schlimm sündigen möchten, gibt es Frappe al forno. Sie sind nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken und schmecken mindestens genauso gut! Und danach kommt sowieso die Fastenzeit …

Buon Carnevale!


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